FRANZ-XAVER MÜLLER - Komponist aus Dimbach

Franz Xaver Müller wurde 1870 als zweites von fünf Kindern der Eheleute Franz und Anna Müller in Dimbach geboren. Sein Elternhaus steht unweit der Pfarrkirche. Der Vater entstammte einer Fleischhauerfamilie aus Mauthausen, die Mutter war aus Dimbach gebürtig und die Tochter des bürgerlichen Webmeisters Michael Neulinger. Beide Elternteile waren sehr musikalisch, ihre Begabung übertrug sich in verstärkter Intensität auf den Sohn Franz.


            Franz-Xaver Müller

Noch dazu hatte er das Glück, dass er in dem Lehrer Julius Oßberger, der von 1873 bis 1887 Leiter der Volksschule Dimbach war, nicht nur einen für die Musik begeisterten Menschen, sondern auch einen idealistisch gesinnten Musik-pädagogen fand. Oßberger unterwies außerhalb seines Unterrichts seinen kleinen Schüler Müller zusammen mit Karl Neulinger in Gesang und Violine. Bereits mit neun Jahren durfte Müller im Kirchenchor mitsingen, sodass er schon sehr früh die lateinischen Messen kennenlernte. Oßberger war es auch, der Franz den Weg zu den Sängerknaben in St. Florian ebnete.
Damals gab es im Stift nur sechs Sängerknaben, die einen wichtigen Bestandteil des Chores bildeten. Müller erhielt Unterricht in Violine, Klavier und Gesang. Es gelang ihm, zu dem von ihm heiß verehrten Meister Anton Bruckner ein besonderes Naheverhältnis herzustellen.
Im Sommer 1883 fasste er den Entschluss, Priester zu werden, was er 1895 durch seine Weihe auch erreicht hatte. Er wurde Aushilfspriester in St. Florian und später Stiftskooperator. Durch ständige Weiterbildung erweiterte er sein musikalisches Wissen. 1904 wurde er Stiftsorganist und zwei Jahre später Regenschori von St. Florian. Zu seinen prominenten Schützlingen zählten dabei vor allem Johann Nepomuk David und die Brüder Leopold und Ludwig Daxberger.
Das größte Werk Müllers stellt das Oratorium "Der hl.Augustinus" dar. Es umfasst neun Bilder mit einem Leitspruch und einem Vorspiel. Müller vermerkte, er habe für das Werk 523 "wirkliche Arbeitstage" benötigt. Die Uraufführung erfolgte an zwei aufeinanderfolgenden Tagen jeweils von 600 Sängern, von 200 Kindern und einem Orchester von über 100 Mitgliedern in der Linzer Südbahnhofhalle.
1922 wurde Müller Musiklehrer am bischöflichen Lehrerseminar, 1924 Domkapell-meister in Linz. In seiner Amtszeit als Domkapellmeister von 1924 bis 1943 brachte er 112 neue Messen zur Aufführung, was einem Durchschnitt von 6 neuen Messen pro Jahr entspricht. Er hat also auch hier den richtigen Weg zu den Sängern gefunden, sonst wäre dies niemals möglich gewesen.
Nach dem Jahre 1938 wurde für Franz Xaver Müller die Arbeit immer schwieriger. Eine Reihe von Chormitgliedern musste einrücken, einzelne wagten es nicht mehr, sich zu dieser Gemeinschaft zu bekennen. Zudem steigerte sich sein Kopfweh zu einem schlimmen Nervenleiden. 1941 musste Müller nach einer Anordnung des Regimes in das Priesterheim nach Urfahr übersiedeln. 1943 legte er sein Amt als Domkapellmeister zurück.
Franz Xaver Müller starb 1948 nach einer an sich gut überstandenen Operation in Linz.

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